Kuratorenführung: „Bomben und Traumata. Unheimliche Hinterlassenschaften des Krieges“.

Diese Führung mit dem Kurator Dr. Jens Rönnau erläutert die aktuelle Hauptausstellung im Flandernbunker. Sie ist eine Mahnung, sagte Stadtpräsident Tovar zur Eröffnung am Vorabend des 1. September 2022, dem internationalen Antikriegstag. Denn was allein vom Zweiten Weltkrieg durch Bomben an Land und im Meer als Hardware hinterlassen ist, das wirkt parallel ebenso lange schon in Form von Traumata und Befindlichkeiten in den Köpfen der Menschen, die Krieg und den grausamen NS-Terror erleben mussten. Die Ausstellung zeigt Bilder des zerstörten Kiel, originale Bombenblindgänger und Munition, persönliche Geschichten dazu, die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes, der Umweltbehörden und Firmen. Im Bereich der Traumata geht es um die drohende Atomkriegsgefahr, um Berichte von Menschen zu traumatisierenden Situationen wie Verfolgung, Bombenkrieg, Zwangsarbeit, Fronterlebnisse, Flucht oder Kriegsvergewaltigung. Zudem stellen Kunstwerke individuelle Reflexe auf damalige wie auf heutige Zeiten dar.

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