Tag des offenen Denkmals

Beim größten Kulturevents Deutschlands öffnen diverse Kulturstätten ihre Türen & bieten Programm

Ob Befestigungsanlagen, Schiffe oder Kirchen, Industrieanlagen, Schlösser oder Windmühlen, Wohnbauten, Gärten oder archäologische Plätze – die Denkmale in Deutschland ist genauso abwechslungsreich wie seine Landstriche. Und genau das macht den Tag des offenen Denkmals jedes Jahr so vielseitig, lebendig und faszinierend!

In Kiel machen auch einzelne Kultureinrichtungen mit: Denkmalkarte - Tag des offenen Denkmals (tag-des-offenen-denkmals.de)

In diesem Rahmen stellt die Landeshauptstadt Kiel am Sonntag, 10. September, von 10 bis 16 Uhr das Gelände Holtenau Ost mit seinen historischen Bauwerken vor. Das Gebiet ist ein ganz besonderes: Es ist geprägt von einer über hundertjährigen militärischen Geschichte. Dort wurde 1958 die Marine-Seenotstaffel aufgestellt, der sowohl Hubschrauber als auch Flugzeuge zur Verfügung standen. Als die militärische Einheit 1963 verstärkt wurde, erhielt sie den Namen Marinefliegergeschwader 5 (MFG 5).
 
Das Geschwader wurde 2013 von Holtenau abgezogen. Seit 2014 sind Teile des Geländes öffentlich zugänglich und zu einem beliebten Ausflugsort geworden. Das attraktive Gebiet, das 92 Hektar umfasst, soll ein innovatives Quartier mit einem Mix aus Wohnen, Natur, Kultur, Gewerbe und Freizeitmöglichkeiten werden – die Planungen sind in vollem Gange.
 
Am Sonntag stehen unter dem Motto „Denk mal!“ drei Rundgänge auf dem Programm: Die Zukunft des Gebietes erläutert ab 10 Uhr Konstanze Meißner, Projektleiterin Holtenau Ost der Landeshauptstadt Kiel, gemeinsam mit Carola Kemme, Leiterin des städtischen Kulturbüros. Beim zweiten Rundgang ab 12 Uhr mit der Klangkünstlerin Emilie Schmidt und Sebastian Jürgens, Flächenverwalter des städtischen Grünflächenamtes, können die Teilnehmenden erleben, wie Töne Eindrücke von Räumen verändern. Für 14 Uhr lädt der Historiker Stefan Wendt zu einer Führung über das Gelände ein, während der er den historischen Kontext aufzeigt. Begleitet wird er von Kay Spranger von der Stabsstelle Holtenau Ost der Stadt.
 
Für die kostenlosen Rundgänge, die etwa zwei Stunden dauern, wird zu festen Schuhen und langer Kleidung geraten. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine Anmeldung per E-Mail – unter Angabe des gewünschten Rundganges – bis Freitag, 8. September, 12 Uhr, unter denkmal@kiel.de ist erforderlich. Treffpunkt ist jeweils der Jugendtreff auf dem ehemaligen MFG-Gelände, Schusterkrug 25 (Gebäude 47).

Auch auf der anderen Seite der Förde gibt es am Sonntag Historisches zu entdecken, wenn das Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei, Grenzstraße 1, seine Tore öffnet. Die Gießerei ist das älteste erhaltene Gebäude aus der Kieler Werftgeschichte. Mit Bogenfenstern und Backsteinmustern erscheint sie für ein Industriegebäude ungewöhnlich schön. Bei der einstündigen Führung erfahren Interessierte, warum der Architekt Heinrich Moldenschardt die Metallgießerei so plante, welche Funktion das Gebäude hatte und wie darin fast ein Jahrhundert lang gearbeitet wurde. Los geht es um 11.15 Uhr und um 14.45 Uhr. Außerdem stehen um 12.15 und 15.15 Uhr Führungen durch die Fotoausstellung „Die Howaldtswerke“ auf dem Programm. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Festung Friedrichsort

Deichweg 20

24159 Kiel

Zur Webseite
Kategorien:
  • Kultur
  • Führung/Besichtigung

Weitere Termine: